Es gibt diesen einen Moment auf jedem Stellplatz ohne Stromanschluss, an dem ich innerlich anfange zu rechnen: Wie lange hält die Kühlbox noch durch, reicht der Akku fürs Handy-Laden bis morgen, sollte ich das Licht lieber sparsamer nutzen? Genau dieses Rechnen wollte ich loswerden. Die Lösung war am Ende simpler, als ich gedacht hatte — und deutlich weniger Aufwand, als ich befürchtet hatte.
Der Ausgangspunkt: Eine Powerstation, aber ohne Nachschub
Ich hatte schon länger eine Powerstation dabei, aber die war bisher nur so gut wie ihr letzter Ladestand von zuhause. Sobald sie leer war, war Schluss — bis zum nächsten Landstromanschluss. Das wollte ich ändern, ohne gleich eine komplette Festinstallation mit separater Bordbatterie und Wechselrichter einzubauen. Mein Ziel: Sonne rein, Strom raus, so unkompliziert wie möglich.
Mein Setup: Anker SOLIX C2000 Gen 2 + PS200
Anker SOLIX C2000 Gen 2 + PS200 Solarpanel
2.048Wh Kapazität, Solareingang bis 800W, UPS-Umschaltung in unter 10ms. Das PS200 ist ein bifaziales, faltbares 200W-Panel, das offiziell für die C2000 Gen 2 freigegeben ist und das passende XT60i-Solarladekabel direkt mitliefert — kein separates Adapterkabel nötig.
Zum Bundle (Powerstation + Panel) →
Nur eins von beiden gesucht?
Powerstation einzeln: Zur C2000 Gen 2 →
Panel einzeln: Zum PS200 →
Die Entscheidung für die C2000 Gen 2 war schnell getroffen. 2.048Wh Kapazität sind selbst an bedeckten Tagen mehr als genug für Kühlbox, Beleuchtung und ein paar Geräte über mehrere Tage. Das UPS-Feature war mir persönlich auch wichtig — falls ich mal was Empfindliches wie den Laptop dranhängen will, schaltet sie bei einem Ausfall in unter 10ms um, ohne dass irgendwas abstürzt.
Das PS200 ist faltbar, wetterfest (IP68) und muss nirgends fest verschraubt werden — einfach vor den Wohnwagen stellen, ausrichten, fertig. Für alle, die ihren Wohnwagen mieten, leasen oder einfach ungern ins Dach bohren, ist das die unkompliziertere Variante gegenüber einer festen Dachmontage.
Die Alternative: Feste Dachmontage
Hier musste ich mich ehrlich mit mir selbst auseinandersetzen. Ich wechsle öfter den Stellplatz und wollte eigentlich nicht ans Dach ran. Ein fest montiertes Dachpanel hat trotzdem einen Vorteil, der mir erst beim Nachdenken klar wurde: Es lädt auch, während ich fahre oder wenn ich kurz weg bin und der Wohnwagen in der Sonne steht. Ein faltbares Panel muss ich erst rausholen, aufstellen und nach der Sonne ausrichten.
WERCHTAY 300W Solarpanel
Monokristallin, 25,4% Wirkungsgrad, feste Dachmontage.
Zum Solarpanel →Für meinen Vermiet-Alltag, wo der Wohnwagen auch mal Tage unbeaufsichtigt auf dem Platz steht, wäre das die Option mit dem größten Autark-Vorteil. Für die meisten anderen, die aktiv unterwegs sind und den Stellplatz öfter wechseln, ist das faltbare PS200 die praktischere Wahl — genau deshalb setze ich selbst aktuell darauf.
Die Montage: Weniger dramatisch, als ich dachte
Bei der faltbaren Variante ist der Ablauf denkbar einfach: Panel rausholen, ausrichten, per mitgeliefertem XT60i-Kabel direkt in die Powerstation stecken. Fertig.
Wer sich stattdessen für die feste Dachmontage entscheidet, sollte diese Schritte einplanen:
- Position gefunden — mittig auf dem Dach, mit genug Abstand zur Dachluke, damit kein Schatten draufliegt.
- Halterungen gesetzt, großzügig mit dauerelastischer Dichtmasse unterlegt. An dieser Stelle würde ich niemandem raten, zu sparen — lieber einmal zu viel abgedichtet als später eine undichte Stelle suchen.
- Kabeldurchführung an einer Stelle über einem Innenschrank platziert, damit das Kabel danach unsichtbar im Möbel verschwindet.
- Modul angeschlossen, direkt in die Powerstation gesteckt.
- Erster Test: Display der Powerstation zeigt sofort Ladeleistung an — dieser Moment, in dem die Zahl auf dem Screen hochtickt, hat tatsächlich was Befriedigendes.
Bei fester Montage: Die 24 Stunden Aushärtezeit für die Dichtmasse abwarten, bevor mit dem Gartenschlauch die Dichtigkeit getestet wird.
Der größte Unterschied ist nicht mal die Menge an Strom, sondern das Nicht-mehr-Rechnen-Müssen.
Was ich im Alltag jetzt gewonnen habe
Die Powerstation lädt tagsüber automatisch mit, sobald das Panel steht und die Sonne scheint. An sonnigen Tagen ist sie meist schon wieder voll, bevor ich überhaupt draufschaue.
Ein ehrlicher Punkt: An sehr bedeckten Tagen merkt man natürlich, dass die Ladeleistung deutlich einbricht — das ist Physik, keine Produktschwäche. Für längere Schlechtwetterphasen bleibt Landstrom oder AC-Laden weiterhin die zuverlässigere Backup-Option. Die C2000 Gen 2 lädt am Stromnetz in unter 63 Minuten komplett auf, kombiniert mit Solar sogar in 58 Minuten.
Für wen sich das lohnt
Wenn dein Wohnwagen öfter auf Stellplätzen ohne Landstrom steht, ist die Kombination aus C2000 Gen 2 und PS200 eine der unkompliziertesten Lösungen, die ich in Betracht gezogen habe — flexibel einsetzbar, ohne Bohren, mit ordentlich Kapazität. Wer dagegen einen festen Stammplatz hat oder wie ich auch mal vermietet und dem Mieter nicht erklären will, wie er das Panel täglich aufstellt, fährt mit einer festen Dachmontage langfristig komfortabler.
Das Setup direkt ansehen
Die Anker SOLIX C2000 Gen 2 im Bundle mit dem PS200 Solarpanel ist die Basis für mein ganzes Setup — mit XT60i-Solareingang, UPS-Funktion und offizieller Kompatibilität.